Herbstferienspiele 2019

 

 

 

Jo was geht ab, Mc Campajunkies sind in der Stadt!

 

Am Montag um 11 Uhr begannen für unsere Jugendlichen die Ferienspiele zum Thema Rap. Zu Beginn machten wir eine kleine Vorstellungsrunde, bei der jeder sich einen Reim auf seinen Namen überlegt hat, da Reime bilden noch eine Aufgabe im Laufe der Woche werden soll, war dies schon ein guter Anfang. So konnten die Jugendlichen sich auch untereinander die Namen besser merken. Um mehr über die anderen zu erfahren, schnappte sich jeder einen Interviewpartner und wir stellten uns gegenseitig Fragen über uns. Daraufhin tauschten wir uns zusammen über die Musik, die wir hören, aus und überlegten, was eigentlich das Besondere am Rap ist. Viele waren sich einig, dass man damit seine Gefühle besser zum Ausdruck bringen kann. Da wir uns auch mit dem Thema „Suchtprävention“ befassten, machten wir eine Challenge für unsere Besucher. Sie konnten nach der Mittagspause ihr Handy ausgeschaltet in einen Korb legen und bis zum Ende des Programms versuchen, nicht dran zu gehen. Einige trauten sich dieser Aufgabe erst nicht zu, jedoch haben am Ende alle mitgemacht und erfolgreich geschafft. Zum Ende des ersten Tages haben wir die verschiedenen Arten von Süchten, die es gibt, gesammelt. Zudem haben wir uns Gedanken gemacht, was man machen kann, wenn man sich schlecht fühlt und haben dies aufgeschrieben. Dabei kamen viele gute Ideen heraus.

 

Am Dienstag bekamen wir Besuch von Markus Wilmer, eine Suchtprofylaxefachkraft vom Gesundheitsamt Heinsberg. Er gab uns einen interessanten Einblick wie so ein Suchtverlauf aussieht, sowie die Auswirkungen von verschiedenen Süchten, wie z.B. Alkohol, Cannabis und Medien. Anfangs arbeitete er mit uns sechs Merkmale, die eine Sucht definiert, heraus. Dabei haben wir gelernt, dass man nur drei von den sechs Merkmalen braucht, um eine Sucht zu erkennen. Anschließend ließ Markus die Jugendlichen mit Karten erraten, wie so eine Sucht verläuft. Dies war nicht so einfach. Nach einer kleinen Pause ging es mit dem Thema Alkohol weiter. Mit einem Trichtermodell veranschaulichte Markus die Wirkung von Alkohol im Körper mit und ohne Essen. Die Kinder schauten gespannt zu, wie schnell der Alkohol ins Blut gelangt. Daraufhin gab es ein weiteres kleines Experiment mit unseren Besuchern. Wir stellten einen Parkour mit Stühlen und Tischen zusammen, den die Kinder mit Alkoholbrillen bewältigen mussten. Diese Alkoholbrillen zeigten an, wie Menschen mit einem Promille von 0,5 und 0,7 Dinge in ihrer Umgebung wahrnehmen, bzw. nicht so gut wahrnehmen. Für die Jugendlichen war es nämlich sehr schwierig die Position der Tische und Stühle zu erkennen und liefen oft dagegen oder konnten nicht auf einer geraden Linie gehen. So lustig wie das auch aussah, genauso erschreckend empfanden die Jugendlichen dies auch. Nach einer kleinen Pause ging es weiter mit der illegalen Droge Cannabis. Dazu hat Markus erstmals mit uns gemeinsam die einzelnen Begriffe zu dieser Droge und welche Unterschiede die Begriffe: Marihuana, Hanf, Cannabis etc. haben, erarbeitet. Dies war für uns alle sehr informativ, da es für viele zu Verwechslungen kam. Anschließend haben wir mithilfe einer kleinen Waage und Steinen die Pros und Contras vom Cannabiskonsum erarbeitet. Dabei konnten die Jugendlichen ein Pro oder Contra sagen, sowie entscheiden wie viele Steine dieses Argument haben soll und diese dann in die jeweilige Schale legen. Am Ende sah man deutlich, dass die Contra Schale tiefer lag als die Pro Schale und somit der Konsum von Cannabis mehr zu Nachteilen als zu Vorteilen für einen bringt. Danach gab es einen Raumwechsel in unseren Chill-Raum, in dem wir einen kleinen Werbespot zum Thema „Computersucht“ auf der Internetseite: www.klicksafe.de ansahen. Dieser Spot zeigte sehr gut, wie isoliert und abgeschottet jemand von seinem Umfeld werden kann und nur noch in seiner digitalen Welt lebt. Daraufhin haben wir eine kleine Umfrage im Internet zum Thema „Datenschutz auf Whatsapp“ gemacht, da es unsere Besucher interessierte. Auch da fanden wir heraus, auf wie viele von unseren Daten Whatsapp eigentlich Zugriff hat.

 

Am Mittwoch trafen wir uns alle wie gewohnt um 11 Uhr und der Tag des Schreibens begann. Erstmal mussten wir uns in der Gruppe auf die Arten von Süchten, über die wir rappen wollen, einigen. Die Jugendlichen konnten sich am meisten mit der Medien- und Handysucht identifizieren und wir entschieden uns dafür. Die Jugednliche wurden in drei Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe bekam eine Art von Mediensucht zugeteilt: Handysucht, Spielsucht und Seriensucht. Fleißig saßen die Jugendlichen zusammen und ließen ihre Kreativität freien Lauf. Nach einiger Zeit kamen tolle Verse zusammen. Zusammen stellte jede Gruppe seine eigene Strophe vor und jeder war begeistert über die Ergebnisse der anderen. Nun ging es um den Refrain des Raps. Die Jugendlichen wollten auf die Gefahren einer Sucht im Refrain aufmerksam machen und wir gestalteten gemeinsam den Refrain.

 

Am vorletzten Tag waren wir alle sehr aufgeregt, da der Rapper Mr. Shirazy endlich zu Besuch kam. Zuerst stellten wir auch ihm unseren Rap vor. Ohne langes Warten hat Mr. Shirazy angefangen, die einzelnen Strophen mit uns aufzunehmen. Einige waren sehr aufgeregt, konnten doch mit unserer Hilfe ihren Mut zusammennehmen und haben ihren Teil super gerappt. Mr. Shirazy hat uns sehr gut geholfen den richtigen Rhythmus zu finden und hat nicht viel an unserem Text verändert, sodass der Rap ganz allein das Werk von den Jugendlichen blieb. Am Ende nahmen wir alle zusammen den Refrain auf. Dabei hat uns Marlon, ein ehemaliger FSJler, mit seinen musikalischen Künsten unterstützt und auch den Refrain mit aufgenommen.

 

Am Freitag gab es dann eine Abschlussparty mit einer offenen Bühne für alle Besucher. Diese begann um 16 Uhr. Auf der Abschlussparty wurden leckere alkoholfreie Cocktails angeboten, bei denen sich unsere Besucher reichlich bedienten. Es wurden Spiele gespielt und man tauschte sich über die Woche aus. Im Chill-Raum stellten wir alle gesammelten Plakate der Ferienspiele aus, damit auch die Besucher, die nicht an den Ferienspielen dran teilnahmen, sehen konnten, was wir gemacht haben. Dann begann die offene Bühne in unserer Disko, auf der wir tolle Auftritte hatten, wie Marlon, der uns seinen eigenen Poetry Slam vorstellte oder wie Besucher und Besucherinnen Lieder vorsangen oder etwas vortanzten. Auch konnten wir dort unseren selbstgeschriebenen Rap vorstellen. Stolz sagte jeder Jugendliche seine Strophe auf und die Zuhörer waren begeistert. Dies war ein schöner abschließender Abend für unsere Herbstferienspiele und wir möchten uns nochmals bei Markus Wilmer vom Gesundheitsamt Heinsberg, bei der g!nKo Stiftung für Prävention, unserem mitwirkendem Team, sowie dem Rapper Omid Shirazi bedanken, für die tolle Unterstützung und Teilnahme am Rap-Projekt.

 

Peace Out!

 

 

 

Charlotte Dixius

 

Herbstferienspiele 2018 Clowns-Projekt

 

Willkommen , willkommen, treten sie ein. Erfreuen sie sich an der fantastischen Clownerie unserer atemberaubender Künstler!                                                                                                                                                                                                                    So fühlten wir uns am letzten Tag der Herbstferienspiele zum Thema Clown, welche wir in Kooperation mit dem FUD Lebenshilfe Heinsberg durchführten.

 

 

Am Montag trudelten die Kinder ab 11 Uhr in das Campanushaus und waren voller Neugier, was sie erwarten wird. Unter der Anleitung von unserem „waschechten Clown“ Sascha Weingram lernten die Kinder was alles zum Clowndasein dazu gehört. Natürlich durfte die rote Clownnase nicht fehlen, diese erfreute die Kinder sehr.                                                                                    Und ab Mittwoch wurde es dann richtig ernst für die Teilnehmer, sie durften ihre eigenen Szenen erarbeiten. Dabei ließen sie Ihrer Kreativität freien Lauf und fabrizierten unglaublich lustige, unterhaltsame und einzigartige kleine Szenen bei denen jeder unbedingt mitmachen wollte und auch konnte. Selbst unsere ehrenamtlichen Teamer und die Assistenten der Lebenshilfe waren so begeistert dabei, dass sie auf der Bühne mitwirkten.                                                                                                                               Am Tag unserer Werkschau, dem Freitag, durchströmte eine Aufregung die Kinder die man gar nicht mehr bremsen konnte, sie wollten Ihren Eltern unbedingt zeigen was sie erarbeitet haben. Doch umso näher es die Werkschau kam und umso mehr neugierige und erwartungsfreudige Eltern vor der Tür standen, desto öfter trat bei dem ein oder anderen Kind das böse Lampenfieber auf. Doch als um 19 Uhr die Vorstellung begann, war alles vergessen und die Kinder lieferten eine grandiose Show, bei der man herzlich lachen konnte. Diese Werkschau zeigte, dass die ganze Woche ein voller Erfolg war.

 

Dies ermöglichten Corina Boms von der Lebenshilfe, Anna Bierwisch, Jugendleiterin des Campanushaus, Sascha Weingram, Clown, sowie der Kulturrucksack und alle Haupt- und Ehrenamtlichen Helfern. Für die Ermöglichung von diesem unglaublich tollen Projekt, möchte sich das Campanushaus-Team nochmal recht herzlich bei allen bedanken.

 

 

Wir freuen uns jetzt schon euch alle bei unseren nächsten Ferienspielen wiederzusehen.

 

 

 

Lena Frohn